Baukindergeld

Diesen Zuschuss bekommen Familien als Geschenk zum Einzug

Oskar hat das gute Wetter genutzt, um sein Traumhaus aus Sand zu bauen.

Der Einzug ins eigene Traumhaus oder in die eigene Wohnung - ein Wunschtraum für viele Familien. Noch nie war die Nachfrage nach Immobilien so groß wie im Moment. Die Folge sind steigende Preise, die es für viele schwer machen, diesen Wunsch zu verwirklichen.

Um Abhilfe zu schaffen, hat die Bundesregierung das Baukindergeld auf den Weg gebracht. Hierdurch können Familien und Alleinerziehende die Förderung fürs Eigenheim oder Wohneigentum beantragen. Das Baukindergeld ist ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Summe ist nicht unerheblich, denn pro Kind sind 12.000 Euro Baukindergeld möglich.

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Was ist Baukindergeld?

Hinter dem Baukindergeld verbirgt sich eine Leistung der staatlichen Förderbank, die nicht zurückgezahlt werden muss. Baukindergeld ist ein Geschenk vom Staat an Familien und Alleinerziehende zum Einzug in das neue Zuhause. Und dieses Geschenk haben sich bisher immerhin 124.000 Familien gesichtert (Stand 30. Juli 2019).

Wie hoch fällt das Baukindergeld aus?

Die Höhe des Förderbetrags ist abhängig von der Anzahl der kindergeldberechtigten Kinder, die mit Ihnen unter einem Dach leben. Pro Kind unterstützt Sie die KfW zehn Jahre lang mit 1.200 Euro im Jahr. In Summe macht das 12.000 Euro, mindestens. Einer anspruchsberechtigten Familie mit zwei Kindern stünden demnach insgesamt 24.000 Euro zu - ein stattlicher Betrag.

Wer kann Baukindergeld beantragen?

Familien, die im Förderzeitraum erstmals eine Immobilie gekauft oder gebaut haben und in deren Haushalt mindestens ein minderjähriges Kind lebt, können einen Baukindergeldantrag stellen. Als Förderzeitraum gilt der 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020. Um das Baukindergeld als Finanzspritze mitnehmen zu können, sollten Sie die Baugenehmigung oder den Kaufvertrag daher spätestens zum 31. Dezember 2020 unterschrieben in Ihren Händen halten. Die KfW nimmt Anträge bis spätestens 21. Dezember 2023 entgegen.

Ob Drei-Zimmer-Wohnung, 200-Quadratmeter-Bestandsimmobilie oder das klassische Einfamilienhaus - egal, wie das neue Heim Ihrer Familie aussieht, Baukindergeld gibt es unabhängig von Art und Größe des Wohneigentums. Wichtig ist aber, dass Sie den Förderzeitraum im Auge behalten.

Welche weiteren Voraussetzungen gelten?

Nur der Ersterwerb wird gefördert

Haben Sie beriets zuvor eine Eigentumswohnung besessen? Oder hat Ihr Partner eine Immobilie geerbt oder geschenkt bekommen? Besteht darauf ein Nießbrauchrecht? Dann können Sie kein Baukindergeld beantragen. Förderfähig sind Sie nur, wenn Sie wirklich zum ersten Mal einen Immobilie erwerben.

Auerdem gibt es kein Baukindergeld, wenn Sie ein Haus kaufen, dessen Preis unterhalb des Baukindergeldzuschusses liegt.

Haushaltseinkommen darf nicht zu hoch sein

Auch das Haushaltseinkommen spielt bei der Förderung eine entscheidende Rolle. Um die staatliche Leistung in Anspruch nehmen zu können, darf Ihr jährlich zu versteuerndes Einkommen nicht über 75.000 Euro liegen. Hinzu kommt ein Freibetrag von 15.000 Euro pro Kind. Macht 90.000 EUro bei Eltern mit einem Kind. Für eine Familie mit zwei Kindern liegt die Einkommensgrenze demzufolge bei 105.000 Euro im Jahr.

Wichtig: Wenn Sie Kinder haben, kann das zu versteuernde Einkommen niedriger ausfallen als Ihr Bruttoeinkommen aufgrund des Kinderfreibetrags. Wie hoch Ihr zu versteuerndes Einkommen in den Vorjahren war, können Sie Ihrem Steuerbescheid entnehmen.

Für wen lohnt sich das Baukindergeld?

Grundsätzlich gilt: Bauen oder Kaufen muss man sich leisten können. Die Aussicht auf Baukindergeld mag einen Hauskauf attraktiver machen. Doch gerade in Großstädten sind die Immobilienpreise so hoch, dass die Fördersumme nicht einmal ansatzweise ausreicht, um anfallende Baunebenkosten wie Maklergebühren oder Notarkosten zu decken.

Diejenigen, die sich hingegen für ein Häuschen oder eine Eigentumswohnung in ländlichen Regionen entscheiden, haben letzendlich mehr vom Baukindergeld.